Treffen der Außenminister der Arktisanrainerstaaten in Québec
Der kanadische Außenminister Lawrence Cannon hat sich am 29. März mit seinen Amtskollegen der fünf Anrainerstaaten der Arktis getroffen. Zu Gast in Québec waren die Außenminister Dänemarks, Norwegens, Russlands und der Vereinigten Staaten von Amerika.
Kanada sei als Souverän über weite Teile des arktischen Ozeans dazu befugt, neue Möglichkeiten und Herausforderungen dieser Region anzusprechen, erklärte Cannon. „Unsere Bürger und die Einwohner des Nordens erwarten von uns, dass wir in Bezug auf die Arktis unsere Führungsqualitäten unter Beweis stellen. Und das ist genau das, was wir tun. Wir reagieren nicht auf den Wandel, wir gestalten ihn."
Zum Abschluss des Außenministertreffens stellte Cannon die wichtigsten Ergebnisse vor. Alle Anrainer hätten bestätigt, dass sich überschneidende Ansprüche im gegenseitigen Einverständnis zu klären seien und dabei auf wissenschaftliche und technische Hilfe zurückgegriffen werden solle, um die Grenzen der Kontinentalplatten genau zu bestimmen.
Man sei sich auch einig, dass sich die veränderten Bedingungen in der Arktis auf die öffentliche Sicherheit auswirken könnten. Grundsätzlich betonten die Partner, wie bedeutend die Erforschung dieses Lebensraumes sei, um die Dynamik der Arktis vor allem in Bezug auf ihre natürlichen Ressourcen und den Fischfang besser zu verstehen.
Zum Abschluss seiner Erklärung verwies Cannon noch auf Vorschläge von außen, die an die Arktis-Anrainerstaaten herangetragen worden seien. Man arbeite in einem offenen Umfeld, das zur Mitarbeit einlade. Allerdings verwies Cannon auf die Unabhängigkeit der Arktis-Anrainer in dieser so wichtigen Sache.
Knapp eine Woche zuvor hatte sich der kanadische Außenminister Lawrence Cannon mit dem kanadischen Beratergremium für den Arktisrat getroffen. Dem Rat gehören Vertreter internationaler Organisationen indigener Arktis-Anwohner sowie Vertreter der drei kanadischen Territorien an.
Die Diskussion mit dem Gremium sei sehr produktiv gewesen, erklärte Cannon im Anschluss. Man habe eine Reihe von Themen besprochen, die die Arktis betreffen und die zum anstehenden Treffen der Außenminister der Arktisanrainerstaaten beitragen würden, so Cannon.
Die Regierung von Kanada hält regelmäßige Treffen mit dem kanadischen Beratergremium für den Arktisrat ab. Während dieser Treffen werden gemeinsame Positionen entwickelt, die Kanada auf internationaler Bühne vertreten kann.
„Die Rolle der Regierungen des Nordens, der Organisationen der Indigenen Völker und anderer Nordanrainer sind für uns außerordentlich wichtig", erklärte Lawrence Cannon. Kanada hat eine eigene Strategie für seinen hohen Norden entwickelt, die auf vier Pfeilern ruht: auf der kanadischen Souveränität in der Arktis, dem Schutz des Umwelterbes, der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung und der guten Regierungsführung in der Region.
Quelle: Newsletter der Kanadischen Botschaft

