Die Holzindustrie und Umweltschützer haben in Kanada das bislang größte Waldschutzabkommen der Welt unterzeichnet.
Am 19. Mai setzten neun kanadische Umweltorganisationen, darunter Greenpeace, Forest Ethics, Canopy oder The Nature Conservancy, und die wichtigsten Unternehmen der Papier- und Schnittholzindustrie ihre Unterschrift unter das "Canadian Boreal Conservation Agreement".
Damit einigten sie sich auf einen dreijährigen Einschlagstopp in einem fast 29 Millionen Hektar großen Waldgebiet.
Für weitere 44 Millionen Hektar hat sich die Holzindustrie verpflichtet, die höchsten Umweltstandards bei der wirtschaftlichen Nutzung einzuhalten. Insgesamt ist die Fläche, die sich über fünf kanadische Provinzen zieht, zwei Mal so groß wie Deutschland.
Für die Zustimmung von Seiten der kanadischen Forstindustrie (DPCA) stellen die Umweltorganisationen ihre Kampagnen gegen die Holz- und Papierindustrie des Landes ein.
Die borealen Urwälder Kanadas gehören mit zum größten Waldökosystem auf der Nordhalbkugel. Hier finden viele Vögel und Säugetiere ihren Lebensraum, der durch die Abholzung bedroht ist. Der Einschlagstopp betrifft vor allem die Lebensräume des Waldkaribus, das vom Aussterben bedroht ist.
In den nächsten drei Jahren soll nun ein langfristiges Schutzprogramm für die Urwälder erarbeitet werden. Im Einzelnen geht es um etwa 60 Meilensteine wie die Einrichtung neuer Waldschutzgebiete und um zusätzliche Maßnahmen, um die Nachhaltigkeit der Forstwirtschaft weiter sicherzustellen.
Quelle: Newsletter der Kanadischen Botschaft in Berlin

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