Prince Edward Island wird Vorreiter für euerbare Energien
Nun soll im Rahmen eines langfristigen Plans vor allem die Energieerzeugung durch Windanlagen erweitert werden. Darüber hinaus arbeiten Privatunternehmen daran, Ethanol aus Zuckerrüben zu gewinnen, die in der Provinz angebaut werden. Der in der Land- und Forstwirtschaft anfallende Abfall soll fürs Heizen von Wohnhäusern verwendet werden. Und in Zukunft sollen Busse und Boote mit Brennstoffzellen angetrieben werden, die durch Windkraft aufgeladen wurden.
Das ehrgeizige Vorhaben steht unter einem günstigen Stern. Die Erneuerbare-Energien-Industrie wächst jährlich um 30 Prozent. Investoren halten Ausschau nach neuen Projekten. Prince Edward Island mit seiner geringen Bevölkerungsdichte ist geradezu ein idealer Ort für neue Vorhaben.
Schon 2004 wurde Windenergie zur Priorität in der Energiestrategie der Provinz. Jetzt, knapp drei Jahre später, werden 15 Prozent des Energiebedarfs durch Windkraft gedeckt. Der Kohlendioxydausstoß ist um 90.000 Tonnen jährlich gesunken. Bis zu fünf Mal mehr Windenergie, so schätzt die Provinzregierung, ist noch möglich.
Aus dem Wind lässt sich noch mehr Kapital schlagen: Am Nordkap entsteht derzeit ein rund zehn Millionen Dollar teures "Wind-Wasserstoff-Dorf". Wenn das Dorf 2008 fertig ist, soll dort aus Wasser Wasserstoff freigesetzt und in Spezialtanks gelagert werden, um schließlich Brennstoffzellen zu betanken. So kann die umliegende Gegend auch an solchen Tagen mit Strom versorgt werden, an denen der Wind allein nicht genug Energie liefern kann.
Quelle: Newsletter der Kanadischen Botschaft

