Kanadischer Premierminister zieht positive Bilanz des G8-Gipfels

{mosimage}Kanada hat seine Ziele, mit denen es in den G8-Gipfel in Heiligendamm gegangen ist, erreicht. Das erklärte der kanadische Premierminister Stephen Harper zum Ende des Treffens am 8. Juni. Besonders das Abkommen über den Klimawandel hob der Kanadier als großen Erfolg hervor. Die G8 hätten betont, wie wichtig es sei, die wichtigsten Emissionsverursacher in die Diskussionen und Maßnahmen mit einzubeziehen. Er sei besonders zufrieden, dass die G8 den kanadischen Plan anerkannt hätten, die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 60 bis 70 Prozent zu senken. Harper gratulierte auch der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel für ihre erfolgreiche Gipfel-Führung. Dabei hob er vor allem hervor, dass die Kanzlerin Brasilien, China, Mexiko, Südafrika und Indien in den Heiligendamm-Prozess mit eingebunden hätte. Damit seien die Grundlagen für einen strukturierten Dialog zwischen den G8-Staaten und diesen aufstrebenden Wirtschaftsnationen gelegt.

Andere Themen, die auf der Agenda der G8 standen, waren unter anderem die humanitäre Katastrophe im Sudan und die erneute Bestätigung der Partnerschaft mit Afrika. Die Staats- und Regierungschefs einigten sich darauf, ihre Zusammenarbeit auf solche Länder zu fokussieren, die sich zur guten Regierungsführung, der demokratischen Staatsführung und der sozialen Ausrichtung ihrer Wirtschaft verpflichtet hätten. Im Gegenzug verpflichteten sich die führenden Industrienationen, die afrikanischen Staaten hierin zu unterstützen, die nachhaltige Entwicklung und den Frieden voranzubringen und den Kampf gegen Seuchen wie HIV/Aids, Malaria und Tuberkulose weiterzuführen.

Auch die Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen wurde erneut bekräftigt. In einer Erklärung wurden alle G8-Staaten dazu aufgerufen, die Sperrverträge einzuhalten und den Ländern, die dazu Unterstützung bräuchten, beizustehen.

Um den internationale Terrorismus weiter einzudämmen, betonten die G8-Führer, dass es wichtig sei, internationale Gesetze und die Menschenrechte einzuhalten. Die Rede- und Meinungsfreiheit und die Religionsfreiheit müssten überall auf der Welt geschützt werden, hieß es.

Darüber hinaus wollen die G8 dafür sorgen, dass in der Rohstoffindustrie international gültige Richtlinien für unternehmerische Verantwortung ("Corporate Social Responsibility", CSR) eingeführt werden. Kanada hatte erst vor kurzem einen Konsultationsprozess im eigenen Land abgeschlossen und eine Reihe von Empfehlungen erarbeitet, die das Land zur führenden G8-Nation in Sachen CSR in der Rohstoffindustrie macht.

Quelle: Newsletter der Kanadischen Botschaft