Klimawandel: Kanada tritt AP6-Gruppe bei

Der kanadische Premierminister Stephen Harper hat sich beim UN-Klimagipfel in New York für die Einbeziehung von Entwicklungsländern wie China und Indien in die Gespräche über das Kyoto-Nachfolgeprotokoll ausgesprochen. Damit begründete er seinen Beitritt zur "AP6"-Gruppe, der am Rande des Gipfels stattfand.

Die AP6 ist eine Gruppe asiatisch-pazifischer Anrainerstaaten, die sich letztes Jahr gegründet hat. Ihre Mitglieder sind Australien, China, Indien, Japan, Südkorea und die Vereinigten Staaten von Amerika. Die Gruppe sucht eigenen Auskünften zufolge nach "praktischen, wachstums- und technologieorientierten Wegen, dem Klimawandel zu begegnen".

Harper erklärte den rund 80 Teilnehmerstaaten des Klimagipfels, Kanada suche nach einem Weg, der den Umweltschutz mit dem ökonomischen Wachstum in seinem Land verbinde. So wolle man einerseits die Energiegewinnung in Kanada weiter ausbauen, aber gleichzeitig die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 20 Prozent senken. Dazu setze Kanada darauf, Kohlendioxid aufzufangen und unterirdisch zu lagern, so dass es nicht in die Erdatmosphäre austreten könne.



Quelle: Newsletter der Kanadischen Botschaft