Satelliten sollen kanadische Flora und Fauna besser schätzen helfen
Der Blick aus dem All soll Kanada beim Schutz seiner vielfältigen Flora und Fauna unterstützen. Das Projekt "Space for Habitat" ist ein gemeinsames Vorhaben der Regierung, von Universitäten, Industrie und Umweltorganisationen, die auf Raumfahrttechnologie und vor allem die Beobachtungsgabe geostationärer Satelliten setzen. Dazu wollen die Projektpartner den neuen, privatbetriebenen kanadischen Satelliten Radarsat-2 mit anderen Erdbeobachtungssatelliten vernetzen.
Die gesammelten Daten sollen unter anderem dazu genutzt werden, bestehende Naturschutzgesetze besser durchzusetzen und für ihre Einhaltung zu sorgen. Beispielsweise sollen Nester und Brutstätten gefährdeter Spezies überwacht werden. Darüber hinaus planen die Projektpartner, die Ökologischen Nischen von Zugvögeln noch genauer zu untersuchen und darauf zu achten, dass beispielsweise die Forstwirtschaft im Einklang mit den Bedürfnissen der Zugvögel vonstatten geht.
In Kanada gibt es auf 2.000 Quadratkilometer Naturschutzgebiet im Durchschnitt einen Wächter, der dafür sorgen muss, dass die Naturschutzgesetze nicht übertreten werden. Bei der schieren Größe ihres Einsatzgebietes können die Parkwächter diese Aufgabe allein gar nicht bewältigen.
Nun sollen sie nun mit tragbaren Computern ausgerüstet werden, mit denen sie interaktive Karten, Satellitenaufnahmen und andere Daten abrufen können. In einer Pilotphase erproben derzeit elf speziell geschulte Parkwächter in ganz Kanada das System.
Quelle: Newsletter der Kanadischen Botschaft

