Kanada sagt Teilnahme an Anti-Rassismus-Konferenz in Durban ab

{mosimage}Kanada wird nicht an der Anti-Rassismus-Konferenz der Vereinten Nationen im südafrikanischen Durban teilnehmen, die im Jahr 2009 abgehalten werden sollen. Mit deutlichen Worten erteilte Außenminister Maxime Bernier der auch Durban II genannten Konferenz eine Absage. Kanada habe eine lange und stolze Tradition im Kampf gegen den Rassismus, gegen Intoleranz und all ihren Abarten. Das sei der Grund gewesen, warum man 2001 an der ersten Anti-Rassismus-Konferenz in Durban teilgenommen habe.

Jene Konferenz war aber aus dem Ruder gelaufen und in eine Veranstaltung degeneriert, auf der unverhohlen diskriminierende und anti-semitische Feindseligkeiten veräußert wurden. Man habe gehofft, sagte Bernier, dass der Vorbereitungsprozess für die Konferenz von 2009 die Fehler der Vergangenheit ausgleichen würde. Dem sei aber nicht so. Kanada werde daher nicht teilnehmen.

Hintergrund für das Fernbleiben Kanadas ist unter anderem, dass Libyen den Vorsitz und Kuba den Vize-Vorsitz für die UN-Konferenz im nächsten Jahr innehaben wird. Ins Komitee berufen wurde auch der Iran, dessen Staatspräsident sich in jüngster Vergangenheit mehrfach anti-semitisch und anti-israelisch geäußert hat.

Der kanadische Staatssekretär für Multikulturalismus und kanadische Identität, Jason Kenney, sagte, die UN-Konferenz 2009 sei "völlig aus der Bahn geraten". Sein Land werde sich auch weiterhin an ehrlichen Anti-Rassismus-Initiativen beteiligen. Dass Kanada sich um eine volle Mitgliedschaft in der "Task Force für die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Aufklärung und der Forschung über und dem Gedenken an den Holocaust" bemühe, zeige, dass man weiterhin gegen Rassismus kämpfen werde und Werte wie Freiheit, Demokratie, Menschenrechte und Rechtmäßigkeit überall auf der Welt verteidigen werden.

Quelle: Newsletter der Kanadischen Botschaft