Finanzkrise in Kanada: Finanzminister Flaherty nimmt Stellung

Finanzkrise I: Finanzminister Flaherty nimmt StellungDer kanadische Finanzminister Jim Flaherty hat zu den Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten Stellung bezogen. In einer Erklärung vom 6. Oktober sagte Flaherty, dass drastische Reaktionen seitens der Regierung in den USA sowie in einigen europäischen Staaten nötig seien.

Sowohl die Kollegen in den USA als auch in Europa hätten rasch gehandelt, sagte der Kanadier. "Dies sind willkommene Schritte, und sie kommen zu einer entscheidenden Zeit."

Gleichzeitig betonte der Minister, dass das kanadische Finanzsystem sehr gut auf die anhaltenden Turbulenzen reagiert habe. "Die kanadischen Banken und Finanzinstitute sind solide und gut mit Kapital ausgestattet, und sie sind im internationalen Vergleich zu einem geringeren Grad fremdfinanziert."

Der Internationale Währungsfond, so Flaherty, sei zu dem Schluss gekommen, dass das kanadische Finanzsystem ausgereift, hoch entwickelt und gut geführt sowie in der Lage sei, beträchtlichen Erschütterungen standzuhalten.

Dennoch sei es nicht immun gegen die aktuelle Lage. Die Maßnahmen der kanadischen Zentralbank, die das für Banken vorgesehene Liquiditätsvolumen auf 20 Milliarden Dollar erhöht und die Bandbreite der akzeptierten Sicherheiten ausgeweitet hat, würden von der kanadischen Regierung voll unterstützt.

"Die Regierung von Kanada", schloss Flaherty, "steht bereit, jegliche Handlungen zu unternehmen, die für den Schutz der Stabilität des kanadischen Finanzsektors erforderlich werden könnten. Die Kanadier haben hart dafür gearbeitet, eine dynamische, florierende Wirtschaft aufzubauen. Die Regierung wird nie zulassen, dass diese Bemühungen aufgrund von Problemen, die andernorts ihren Ursprung haben, in Gefahr gebracht werden."