Klimawandel lässt Fischbestände in kältere Gewässer ziehen
Forscher der University of British Columbia haben Mitte Februar die erste Schätzung überhaupt darüber abgegeben, welchen Einfluss der Klimawandel auf den weltweiten Fischbestand haben könnte.
Dazu benutzen die Wissenschaftler der UBC und ihre Kollegen von der Princeton University Computermodelle, mit denen sie die Veränderungen der Meerestemperatur und mögliche Klimaveränderungsszenarien simulierten. Sie konnten zeigen, wie sich die Veränderungen auf die mehr als 1.000 kommerziell gefangenen Fischsorten und Muschelarten auf der Welt auswirken.
"Die Tiere werden jedes Jahrzehnt voraussichtlich um 40 Kilometer weiter in Richtung der Pole ziehen", sagte William Cheung vom Forscherteam der UBC. Vor der Ostküste der Vereinigten Staaten lebender Kabeljau wird ebenfalls jedes Jahrzehnt um gut 30 Kilometer weiter die kanadische Küste hochwandern. Bis 2050 werden manche Kabeljau-Populationen um die Hälfte geschrumpft sein.
Am schlimmsten, so befürchten die Forscher, wird es die Fischer in tropischen Gewässern und damit viele Entwicklungsländer treffen. Diese sind meistens schlechter auf geringere Fangquoten vorbereitet und können die Einbußen schlechter kompensieren.
Quelle: Newsletter der Kanadischen Botschaft

