Europa-Premiere: First-Nation-Kunst in Hannover
Zum ersten Mal sind in Europa Artefakte kanadischer Ureinwohner aus dem Museum of Civilization zu sehen. Das Landesmuseum Hannover zeigt Kunst, Geräte, Alltagsgegenstände, Waffen und Gewänder aus Kanada, die teilweise bis zu 10.000 Jahre alt sind. Das älteste Ausstellungsstück, eine Speerspitze der frühen Clovis-Kultur, wurde in New Brunswick gefunden. Wahrscheinlich stammt das Stück aus der Zeit um 8.000 vor unserer Zeitrechnung. Rund 150 Artefakte aus dem Museum in Ottawa werden in Hannover zur Schau gestellt. Darunter sind auch zwei Schneebrillen der Inuit- und Thule-Kultur. Eine der beiden wurde etwa um 1900 aus Holz gebogen, die andere 500 bis 1.000 Jahre früher aus Walross-Elfenbein gefertigt. Auch Kochgeräte, Pfeile oder verschiedene Harpunenteile sowie Kleidungsstücke wie die absolut wasserdichte Kajakjacke aus Robbendärmen oder üppig mit Glasperlen bestickte Mokassins, Westen und Gewänder sind zu sehen.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 2. August im Niedersächsisches Landesmuseum Hannover, Willy-Brandt-Allee 5, 30169 Hannover. Zur Sonderausstellung wird ein umfangreiches Begleitprogramm angeboten. Dazu gehören auch die Führungen, die jeden Sonntag um 11.30 Uhr und 15.00 stattfinden. Speziell für Kinder wird jeden Sonntag ein Entdeckerkoffer voller Spiele, Werkzeuge und Expeditionsberichten angeboten. Auch ein Katalog ist zur Ausstellung erschienen.
Quelle: Newsletter der Kanadischen Botschaft

